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Amortisation [Kalkulation, Wirtschaftlichkeit]

Deckung der Anschaffungskosten und Nebenkosten durch die Leasingraten.

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Was bedeutet Amortisation eigentlich?

Der Begriff Amortisation begegnet Verbrauchern häufig in zwei Bereichen: bei der Aufnahme von Krediten und bei Investitionsentscheidungen. Ursprünglich stammt das Wort vom französischen Begriff „amortir“ ab, was wörtlich „töten“ oder „tilgen“ bedeutet. Im finanziellen Kontext beschreibt es den Prozess, durch den ein anfänglicher Aufwand – sei es eine Schuld oder eine Investition – über einen bestimmten Zeitraum hinweg planmäßig gedeckt oder „getilgt“ wird.

Amortisation bei der Autofinanzierung

Wenn Sie ein Auto über einen klassischen Kredit finanzieren, bezeichnet die Amortisation die schrittweise Rückzahlung Ihrer Kreditschuld. Jede monatliche Rate besteht aus einem Zinsanteil (den Kosten für das Leihen des Geldes) und einem Tilgungsanteil (der Amortisation). Ist der Kredit am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt, ist die Schuld amortisiert, und das Fahrzeug gehört Ihnen uneingeschränkt.

Der entscheidende Unterschied: Amortisation im Leasing

Beim Autoleasing ist die Betrachtungsweise etwas komplexer, da Sie das Fahrzeug in der Regel nicht erwerben, sondern nur für einen festgelegten Zeitraum nutzen. Hier unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten:

  • Teilamortisation: Dies ist die klassische Form des privaten Kilometerleasings oder Restwertleasings. Die monatlichen Leasingraten decken nicht die gesamten Anschaffungskosten des Fahrzeugs ab. Stattdessen „amortisieren“ (begleichen) Sie mit Ihren Raten lediglich den Wertverlust, den das Auto während der Nutzungsdauer erleidet, sowie die Kosten und den Gewinn des Leasinggebers. Am Ende der Laufzeit bleibt ein kalkulierter Restwert bestehen. Das Fahrzeug ist also durch Ihre Zahlungen nicht vollständig „abbezahlt“.
  • Vollamortisation: Diese Form findet man eher im gewerblichen Bereich (Finanzleasing). Hier decken die Leasingraten über die Laufzeit die gesamten Anschaffungskosten sowie alle Nebenkosten und Zinsen ab. Am Ende der unkündbaren Grundmietzeit hat der Leasingnehmer das Fahrzeug quasi vollständig bezahlt.

Wann hat sich ein Auto „amortisiert“? (Ökonomische Sicht)

Im allgemeinen Sprachgebrauch fragen sich Autofahrer oft: „Wann amortisiert sich der Aufpreis für den Diesel oder das Elektroauto?“ Hier bedeutet Amortisation den Zeitpunkt, an dem die Einsparungen bei den Betriebskosten (Kraftstoff, Strom, Steuer, Wartung) die höheren Anschaffungskosten ausgeglichen haben. Dies wird auch als „Break-Even-Point“ oder Gewinnschwelle bezeichnet.

Ein Beispiel: Ein Elektroauto kostet in der Anschaffung 5.000 Euro mehr als ein vergleichbarer Benziner, spart aber jährlich 1.000 Euro an Unterhaltskosten. In diesem Fall hat sich die Mehrinvestition nach genau fünf Jahren amortisiert. Alles danach ist eine effektive Ersparnis.

Fazit

Für den Endverbraucher im Leasing ist vor allem das Verständnis der Teilamortisation wichtig. Es erklärt das Grundprinzip des Leasings: Warum die monatliche Rate oft deutlich günstiger ist als bei einer Kreditfinanzierung. Sie zahlen primär für die Nutzung und den Verschleiß, nicht für das vollständige Eigentum am Blech.

Häufige Fragen zu Amortisation [Kalkulation, Wirtschaftlichkeit]

Was ist der Unterschied zwischen Tilgung und Amortisation?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Technisch gesehen ist die Tilgung die konkrete monatliche Rückzahlung einer Schuld, während Amortisation den gesamten Prozess beschreibt, bis eine Investition oder Schuld vollständig gedeckt ist.
Teilamortisation bedeutet, dass die gezahlten Leasingraten während der Laufzeit nicht die kompletten Anschaffungskosten des Autos decken, sondern hauptsächlich den Wertverlust. Am Ende der Laufzeit ist das Auto nicht abbezahlt, sondern hat noch einen Restwert.
Teilen Sie die Mehrkosten der Anschaffung (z. B. Aufpreis für einen Hybridantrieb) durch die jährliche Ersparnis bei den Betriebskosten (Sprit, Steuer). Das Ergebnis ist die Anzahl der Jahre, bis sich die Investition lohnt.
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