Was ist die KM-Abrechnung?
Die KM-Abrechnung (auch Kilometerleasing genannt) ist die heute gängigste und für Endverbraucher transparenteste Methode, um einen Leasingvertrag am Ende der Laufzeit abzurechnen. Im Gegensatz zum risikoreicheren Restwertleasing basiert diese Form der Abrechnung ausschließlich auf der tatsächlichen Nutzung des Fahrzeugs, gemessen an der gefahrenen Strecke.
Wie funktioniert das Kilometerleasing?
Bei Vertragsabschluss vereinbaren Leasingnehmer und Leasinggeber eine jährliche Kilometerleistung (z. B. 10.000, 15.000 oder 20.000 km). Daraus ergibt sich eine Gesamtfahrleistung für die gesamte Leasingdauer. Die monatliche Rate wird basierend auf dieser erwarteten Nutzung kalkuliert.
Am Ende der Laufzeit wird Kassensturz gemacht:
- Vertragsgemäße Nutzung: Haben Sie die vereinbarten Kilometer (ungefähr) eingehalten, geben Sie das Fahrzeug einfach zurück. Es fallen keine Nachzahlungen für die Nutzung an.
- Mehrkilometer: Sind Sie mehr gefahren als vereinbart, müssen Sie für die zusätzliche Nutzung zahlen. Der Preis pro Mehrkilometer (meist zwischen 5 und 15 Cent) ist bereits bei Vertragsabschluss fest im Vertrag verankert.
- Minderkilometer: Sind Sie weniger gefahren, erhalten Sie oft eine Rückvergütung für die nicht genutzten Kilometer. Auch dieser Satz ist vertraglich geregelt, fällt jedoch meist etwas geringer aus als der Satz für Mehrkilometer.
Die Toleranzgrenze (Kulanz)
Ein wichtiger Aspekt der KM-Abrechnung ist die sogenannte Toleranzgrenze oder Freigrenze. In den meisten deutschen Leasingverträgen liegt diese bei +/- 2.500 Kilometern. Das bedeutet:
- Fahren Sie bis zu 2.500 km zu viel, berechnet die Leasinggesellschaft (in der Regel) nichts nach.
- Fahren Sie bis zu 2.500 km zu wenig, erhalten Sie meist noch keine Rückerstattung.
Wichtig: Sobald die Toleranzgrenze überschritten wird, berechnen viele Anbieter die gesamten Mehrkilometer, nicht nur den Teil oberhalb der Toleranz. Hier lohnt sich ein genauer Blick in das Kleingedruckte Ihres Vertrages.
Warum ist die KM-Abrechnung besser für Privatkunden?
Der entscheidende Vorteil gegenüber dem Restwertleasing ist das Restwertrisiko. Beim Kilometerleasing liegt das Risiko für den Wertverlust des Autos beim Leasinggeber (der Bank oder dem Autohaus). Ob der Dieselmarkt einbricht, ein neues Modell den Vorgänger alt aussehen lässt oder Image-Skandale den Hersteller treffen, ist für Ihre Endabrechnung irrelevant. Solange das Auto keine übermäßigen Schäden (Beulen, tiefe Kratzer) aufweist, zahlen Sie nur für die gefahrenen Kilometer.
Fazit
Für Endverbraucher ist die KM-Abrechnung die sicherste Wahl. Sie bietet volle Kostenkontrolle und schützt vor bösen Überraschungen durch Marktschwankungen. Achten Sie bei Vertragsabschluss auf realistische Kilometerangaben, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden.