Restwert

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Was bedeutet Restwert im Autoleasing?

Der Restwert ist eine der zentralen Kennzahlen in der Fahrzeugfinanzierung. Er beziffert den prognostizierten Marktwert eines Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Rückgabe nach Ablauf des Leasingvertrags. Einfach ausgedrückt beantwortet er die Frage: Wie viel ist das Auto voraussichtlich noch wert, wenn Sie es dem Händler zurückgeben?

Dieser Wert ist kein Zufallsprodukt, sondern wird zu Beginn des Vertrags kalkuliert. Er bildet die mathematische Basis für Ihre monatliche Leasingrate. Das Prinzip lautet: Je höher der prognostizierte Restwert, desto niedriger die Leasingrate (bei identischem Anschaffungspreis). Der Grund hierfür ist, dass Sie beim Leasing im Wesentlichen den Wertverlust des Fahrzeugs über die genutzte Zeit finanzieren.

Wie wird der Restwert ermittelt?

Die Berechnung erfolgt meist auf Basis von Branchen-Datenbanken wie DAT oder Schwacke, kombiniert mit den Erfahrungswerten der Leasinggeber. Folgende Faktoren beeinflussen die Höhe maßgeblich:

  • Marke und Modell: Beliebte Premiummarken haben oft einen geringeren prozentualen Wertverlust als Nischenmodelle.
  • Laufleistung und Alter: Je mehr Kilometer gefahren werden und je länger der Vertrag läuft, desto geringer ist der Restwert.
  • Ausstattung: Eine marktgerechte Ausstattung (z. B. Automatik, Navigation, gängige Farben wie Schwarz oder Grau) stabilisiert den Wert. Exotische Farben oder fehlende Standards (z. B. keine Klimaanlage) senken ihn drastisch.
  • Marktsituation: Externe Faktoren wie politische Entscheidungen (z. B. Diesel-Fahrverbote oder E-Auto-Förderungen) fließen in die Prognose ein.

Die Falle: Restwertleasing vs. Kilometerleasing

Für Endverbraucher ist die Unterscheidung der Vertragsarten essenziell, da der Restwert hier unterschiedliche Risiken birgt:

Beim Restwertleasing wird ein fester Restwert vertraglich fixiert. Am Ende der Laufzeit vergleicht ein Gutachter diesen Planwert mit dem tatsächlichen Marktwert. Ist das Auto weniger wert (z. B. weil das Modell unbeliebt wurde), müssen Sie die Differenz nachzahlen. Liegt der Wert höher, erhalten Sie meist 75 % des Mehrerlöses. Warnung: Sie tragen hier das volle Marktrisiko (Restwertrisiko).

Beim Kilometerleasing (die empfohlene Variante für Privatkunden) dient der Restwert nur der internen Kalkulation der Bank. Sie vereinbaren eine Kilometerleistung. Geben Sie das Auto im vertragsgemäßen Zustand zurück, fallen keine Nachzahlungen wegen eines gesunkenen Marktpreises an. Das Restwertrisiko liegt hier allein beim Leasinggeber.

Fazit

Ein realistisch kalkulierter Restwert ist der Schlüssel zu einem fairen Leasingvertrag. Seien Sie skeptisch bei Angeboten mit extrem niedrigen Raten im Restwertleasing – oft wurde hier der Restwert künstlich zu hoch angesetzt („Schönrechnen“), was am Ende der Laufzeit zu teuren Nachzahlungen führen kann.

Häufige Fragen zu Restwert

Wer trägt das Restwertrisiko?
Das hängt von der Vertragsart ab. Beim Kilometerleasing trägt in der Regel die Leasinggesellschaft oder der Händler das Risiko eines Preisverfalls. Beim Restwertleasing liegt das Risiko voll beim Leasingnehmer (Kunde), der eventuelle Differenzen nachzahlen muss.
Achten Sie auf eine pflegliche Behandlung, halten Sie alle Wartungsintervalle (Scheckheft) strikt ein und lassen Sie Schäden fachgerecht beheben. Zudem hilft bereits bei der Konfiguration die Wahl einer wertstabilen Lackierung und Ausstattung.
Beim Restwertleasing erhalten Sie in diesem Fall meist 75 % des Mehrerlöses gutgeschrieben. Beim Kilometerleasing profitieren Sie als Kunde in der Regel nicht direkt davon, da Sie im Gegenzug auch nicht das Risiko eines Wertverlustes getragen haben.
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